

Nachdem wir uns in der letzten Ausgabe mit E-Mobilität beschäftigt haben, richten wir den Blick diesmal auf Solarenergie und ihre Funktionsweise. Wir zeigen, wie aus Sonnenstrahlen umweltfreundlicher Strom entsteht und warum die Kraft der Sonne im Alltag immer wichtiger wird. Solaranlagen sieht man heute auf vielen Dächern und Freiflächen. Doch wie wird aus Sonnenlicht eigentlich Strom? Genau das erklärt unsere Grafik.
Trifft Sonnenlicht auf eine Solarzelle, beginnt im Inneren ein spannender Vorgang. Eine Solarzelle besteht meist aus Silizium, einem Material, das Sonnenlicht aufnehmen kann. Im Licht stecken winzige Energiepakete, die ihre Energie an kleine Teilchen im Silizium abgeben: die Elektronen. Diese Elektronen werden dadurch angestoßen und lösen sich aus ihrer festen Position. Damit aus dieser Bewegung Strom wird, ist die Solarzelle so aufgebaut, dass die Elektronen in eine bestimmte Richtung gelenkt werden. Genau diese geordnete Bewegung nennt man elektrischen Strom. Vereinfacht: Das Sonnenlicht gibt den Elektronen einen Schubs. Die Solarzelle sorgt dafür, dass sie in die richtige Richtung fließen. So entsteht Strom, der weitergeleitet und genutzt werden kann.
- Sonnenlicht trifft auf die Solarmodule: Die Sonne schickt jeden Tag Licht und Wärme zur Erde. Treffen ihre Strahlen auf die Solarmodule, nehmen die vielen kleinen Solarzellen das Sonnenlicht auf und wandeln es in elektrische Energie um.
- Strom wird erzeugt: In den Solarzellen passiert nun der wichtigste Schritt: Das Sonnenlicht bringt winzige Teilchen in Bewegung. So entsteht elektrischer Strom, genauer gesagt Gleichstrom, abgekürzt DC. Dieser fließt von den Solarmodulen weiter zum Wechselrichter.
- Der Wechselrichter: Damit wir den Sonnenstrom im Haus nutzen können, muss er umgewandelt werden. Diese Aufgabe übernimmt der Wechselrichter: Er macht aus dem Gleichstrom Wechselstrom, abgekürzt AC, also die Stromart, die auch aus der Steckdose kommt.
- Strom fürs Haus: Mit diesem Strom können zum Beispiel Lampen, Kühlschrank, Waschmaschine oder Fernseher versorgt werden.
- Überschüssigen Strom nutzen: Manchmal produziert eine Solaranlage mehr Strom, als gerade gebraucht wird. Dann geht die Energie nicht verloren. Sie kann entweder gespeichert oder ins Stromnetz eingespeist werden.
- Speichern: In einem Batteriespeicher wird der Strom für später aufbewahrt, zum Beispiel für den Abend, wenn die Sonne nicht mehr scheint.
- Einspeisen: Der übrige Strom kann ins öffentliche Stromnetz fließen. Dort steht er auch anderen Menschen zur Verfügung.
Die Vorteile der Solarenergie
Sie nutzt die Kraft der Sonne, die jeden Tag kostenlos zur Verfügung steht. Mit Solaranlagen kann Strom klimafreundlich erzeugt werden, und das direkt auf Hausdächern, Schulen oder Firmengebäuden. Außerdem geht die Energie der Sonne nicht so schnell aus und hilft dabei, andere Energiequellen zu sparen. So leistet Solarenergie einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft.
Der Beitrag SWN 4 Kids: Wie aus Sonnenstrahlen Strom wird erschien zuerst auf Stadtwerke Neustadt.
