

Regelbare Ortsnetz-Transformatoren (RONT) können im Gegensatz zu konventionellen, starren Trafos ihr Übersetzungsverhältnis im laufenden Betrieb anpassen. Sie stabilisieren die Spannung bei hoher Photovoltaikeinspeisung, verhindern unzulässige Spannungsanstiege bzw. -absenkungen und machen so einen teuren Netzausbau oft überflüssig oder schieben diesen hinaus.
Konventionelle Trafos haben den Nachteil, dass eine Anpassung des Übersetzungsverhältnisses von der Mittelspannung (20 kV) auf die Niederspannung (230/400 V) – also der üblichen Spannung im Eigenheim oder der Wohnung – nur durch vorheriges Abschalten und manuelle Einstellung möglich ist. War das bis vor einigen Jahren noch ausreichend, um sich langfristig abzeichnende Veränderungen im Ortsnetz auszugleichen, so sieht die Lage heute ganz anders aus. Durch den stetigen und schnellen Zuwachs von Photovoltaikanlagen in der Industrie oder dem Privatbereich werden absehbare Veränderungen zu kurzfristigen, nicht planbaren.
Hinzu kommt, dass die Spannungsänderung im Ortsnetz keine statische mehr ist, die die manuelle Einstellung berechenbar machte. Je mehr Photovoltaik hinzugebaut wird, umso höher ist deren Einfluss auf sowohl die Höhe der Spannungsänderung als auch in welchem Zeitabschnitt sie auftritt und wie lange sie andauert. Hier reden wir nicht von Tagen oder Wochen, sondern eindeutig von Erhöhungen oder Absenkungen im Minutenbereich. Ein RONT kann diese Schwankungen im laufenden Betrieb automatisch durch Änderung des Übersetzungsverhältnisses in feiner gegliederten Stufen ausgleichen.
Um unseren Kunden eine stabile, zuverlässige Energieversorgung für die Zukunft zu gewährleisten, investieren die SWN zum einen natürlich in den Ausbau ihres Stromnetzes und setzen zum anderen an den betroff enen Stellen auf den Einsatz eines RONTs.
Fachliche Informationen: Andreas Schlemmer Leiter Netze SWN
Der Beitrag Regelbarer Ortsnetz-Trafo (RONT) erschien zuerst auf Stadtwerke Neustadt.
